Subjektive Bedeutung der Modalverben

Wiedergabe einer fremden Aussage

 

Die Modalverben sollen und wollen können die Bedeutung der Behauptung haben.

 

Bei sollen handelt es sich um eine Behauptung einer im Satz nicht genannten Person oder Personengruppe über das grammatische Subjekt des Satzes. Zusätzlich drückt sollen aus, dass der Sprecher die Aussage eines anderen wiedergibt, ohne für deren Wahrheit zu bürgen.

 

Beispiel Umschreibung
Lisa soll schwanger sein.
=
Eine dritte Person / man behauptet, dass Lisa schwanger ist.

 

Bei wollen geht es um die Behauptung des grammatischen Subjekts über sich selbst. Dieses Subjekt kann nur die 2. oder 3. Person sein. Der Sprecher gibt also wieder, was jemand etwas von sich behauptet, zusätzlich drückt aber wollen aus, dass der Sprecher diese Behauptung nicht unbedingt für wahr hält.

 

Beispiel Umschreibung
Anton will der schnellste Läufer sein.
=
Anton behauptet, dass er der schnellste Läufer ist.